Das Bundesverfassungsgericht hat in einem Eilverfahren das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung vorerst gestoppt – ein bisschen jedenfalls, hinsichtlich der Verwendung der gespeicherten Daten. Mir persönlich erscheint das nicht ausreichend, aber bitte, die Hauptverhandlung und das letztendliche Urteil in der Angelegenheit steht noch aus. Ich erwarte diesmal eine noch deutlichere Klatsche für die verantwortlichen Zypries, Schäuble und Konsorten. Wie oft und wie deutlich muss das höchste Gericht noch austeilen, daß die das Grundgesetz und Bürgerrechte zur Kenntnis und ernst nehmen?
Mein Vertrauen ist inzwischen derartig zerstört, daß ich durchaus damit rechne, die gesammelten Daten könnten trotz Karlsruher Urteile heimlich unter gestrickten Vorwänden illegal verwendet werden. Nur weil ich paranoid bin bedeutet es nicht, daß sie nicht hinter mir her sind.
20. März 2008 at 19:38
Mal ganz im Ernst – wer bitte glaubt denn, dass die Vorratsspeicherung seit Anbeginn der Datenflut nicht stattfindet?
21. März 2008 at 9:23
Ich glaube, es gibt ne Menge Leute, die von der Existenz irgendeiner Datenflut überhaupt keine Ahnung, geschweige denn eine Vorstellung haben.
21. März 2008 at 12:21
Viele machen auch einfach die Augen zu, und stehen auf dem Standpunkt: ich habe nichts zu verbergen. Frei nach Schäuble: ich bin ja ein anständiger Bürger.