Post

Mindestlohn – sind die bekloppt?

In Aufgespiesst on 17. Dezember 2007 von 63mg

Das wird der CDU noch sehr leid tun, daß Bundeskanzlerin Merkel nicht sofort dem Mindeslohn zugestimmt hat. Damit wäre das Thema nämlich jetzt vom Tisch und keine Steilvorlage für die SPD in den kommenden Wahlkämpfen. Nebenbei ist dann noch der erste Versuch von Frau Merkel gescheitert, nach rund zwei Regierungsjahren auch mal im Inland in Erscheinung zu treten.

Ach und das Geschrei, Mindestlohn vernichtet zig-tausende von Arbeitsplätzen. Von was für „Arbeitsplätzen“ reden die da eigentlich? Von solchen, die zusätzlich noch mit Hartz IV aufgestockt werden müssen, damit´s annähernd für´s rein existentielle reicht? Sollte man doch meinen, die Schreihälse aus der Politik könnten froh sein, solche „Arbeitsplätze“ endlich los zu sein. Sind sie aber nicht. Sind die bekloppt? Für die ist wahrscheinlich noch ein Job mit 2,50 Euro Stundenlohn ein Arbeitsplatz.

Das die Arbeitgeber gegen Mindestlohn schreien, verwundert ja nicht, die müssten ihn schließlich bezahlen. Na und?

6 Antworten zu „Mindestlohn – sind die bekloppt?“

  1. Jawoll. So iss datt.

    Mindestlohn für alle Dienstleistungsbranchen! Da gefährdet es nämlich nicht einen einzigen Arbeitsplatz. Schlimmstenfalls wird die Dienstleistung teurer.

  2. Der Nagel Mindestlohn steckt im Bein der Kanzlerin. Was jetzt folgt ist noch mehr „rumgestolper“ von ihr als vorher. Es sind schon Koalitionen für weniger in die Brüche gegangen.

  3. Aktuelle Zahlen sprechen von 1,3 Millionen sog. „Aufstocker“. Angenommen, jeder bekommt durchschnittlich 100 Euro zu seinem „Lohn“ hinzu, daß macht … das sprengt die Anzeige meines Taschenrechners (nicht das ich die Zahl ablesen könnte) … 1,3 Milliarden? Und das aus Steuergeldern! Arbeitende Leute bezahlen den Lohn, den Arbeitgeber nicht zu zahlen bereit sind. Gleich zweimal skandalös. Deswegen kapier ich nicht, wieso die nicht froh sind, solche „Arbeitsplätze“ los zu werden. Es ist wirklich an der Zeit, sich vom Dogma „Vollbeschäftigung“ (um jeden Preis) zu trennen, andere Definitionen für Arbeit zu finden … und überhaupt *aufreg*

  4. Zustimmung. Jawoll

  5. Fast schon ein Slogan:

    „Arbeitende Leute bezahlen den Lohn, den Arbeitgeber nicht zu zahlen bereit sind.“

    Gut!

  6. :!: Jetzt weiß ich, warum die Polit-Schreihälse nicht froh sind, solche „Abeitsplätze“ los zu werden: wegen Wirtschaftslobbyismus.

Eine Antwort schreiben